Ursachen für das Eindringen von Wasser in den Öl- und Gaszylinder des Schraubenkompressors

Die Auslassleitung des Schraubenkompressors ist mit einem Rückschlagventil ausgestattet. Die heiße und feuchte Luft unter hohem Druck wird durch das Auslassventil des Schraubenkompressors abgeführt, wobei nach dem Durchlaufen des Nachkühlers noch eine gewisse Menge an Öl- und Wasserbestandteilen mitgeführt wird. Obwohl der zweistufige, dreistufige Zwischenkühler und der Endkühler des Schraubenkompressors mit Gas-Wasser-Abscheidern zur Abscheidung des während des Kompressionsprozesses entstehenden Wassers ausgestattet sind, ist der Betriebseffekt in der Praxis nicht optimal. Aufgrund der langen Stillstandszeiten des Schraubenkompressors sammelt sich die durch das Abgas erzeugte Feuchtigkeit um die Leitung und das Rückschlagventil. Dadurch gelangt die Feuchtigkeit zurück in das Gehäuse, und der Feuchtigkeitsgehalt des Schmieröls steigt allmählich an, was schließlich zu einer Ölstandwarnung des Hochdruck-Schraubenkompressors und damit zu einem Stillstand führt. Beim Abschalten des Schraubenkompressors und der Demontage der Auslassleitung wurde eine große Menge milchig-weißer Flüssigkeit aus der Leitung austretend festgestellt, was darauf hindeutet, dass der Wassergehalt im Abgas des Schraubenkompressors deutlich überschritten wurde.

Gemäß den Betriebsanforderungen des Schraubenkompressors sollte dieser mit einer kurzen Laufzeit (z*) ausgestattet sein, um die Bildung von Kondenswasser zu verhindern. Kondenswasser kann zu Rost an Zylinderventilen, Rahmenteilen usw. führen. Kondenswasseransammlungen im Kurbelgehäuse können falsche Ölstandanzeigen verursachen. Wasser und Öl vermischen sich nicht, und ihr gleichzeitiges Vorhandensein führt zu einer schnellen Ölalterung. Die Laufzeit bei niedriger Drehzahl beträgt in der Regel mindestens 10 Minuten. Dies ist ausreichend, um den Schraubenkompressor ausreichend zu erwärmen und die Feuchtigkeit verdampfen und kondensieren zu lassen.


Veröffentlichungsdatum: 19. April 2023